Ein Jugendgeweihter
Ist ab jetzt viel gescheiter
Denn er sieht, dass die Welt
Regiert wird vom Geld.
Er bekommt Buttercreme und Plätzchen
Und ein kleines schlaues Sätzchen
Mit für sein weiteres heiteres Leben
Was kann es Schönres geben?
Und einen dunkelblauen Anzug zieht er an
Der kleine scheue Nunschonfasterwachsenmann.
Vorher kannt' er die Welt noch nicht
Und kannte das Geld noch nicht
Und kannte noch nicht alle Tanten
Und die andren Anverwandten.
Dann sprach sein Patenonkel ein paar kluge Worte
Doch er schielte nur auf die Torte
Denn ein Jugendgeweihter
Denkt ab jetzt immer einen Schritt weiter.
Dann hub im Jembopark das Essen an
Und der Nuschschonfasterwachsenmann
sollte noch etwas dazu sagen
Und das mit knurrendem Magen.
Nein, nein, der Junge will bestimmt noch ein Törtchen
deshalb spricht Onkel Karl die wichtigen Wörtchen.
Aber keiner hört auf ihn, jeder erzählt dem anderen seine
Sicht der Dinge und vergisst nicht Opas Gallensteine
Oder fragt: "Lässt sich Petra jetzt schon die Haare färben?" -
Solch' Konversationen sind wichtig, will man später etwas erben.
Der Jugendgeweihte sitzt derweil ganz alleine
Mit seiner goldnen Armbanduhr im Kerzenscheine
Und kennt den Streit noch nicht
Und kennt den Neid noch nicht
Und was er später sagt,
wenn man ihn zu diesem und jenem befragt.
Ds sagt ihm der Vater nicht
Das sagt ihm die Mutrer nicht
Das sagt ihm der Onkel nicht
Das sagt ihm der Lehrer nicht
Das sagt ihm kein Doktor und kein Pfarrer
Und kein Herr Jugendweihorganisator.
Das muss er selbst heraus bekommen
Das hat noch niemals einer abgenommen
Dem scheuen kleinen Jugendgeweihten
Dem alle als Krönung der Weisheiten
Geld schenkten und das nicht zu knapp
Und als Wertschätzungsmaßstab.
Ein Jugendgeweihter
Ist nun wenigstens in einem Punkt gescheiter
Denn er sieht, dass die Welt
Regiert wird vom Geld.
Mittwoch, 27. April 2011
Dienstag, 26. April 2011
Thüringer Geschichte
Als seine Sinnlosigkeit,
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
vor den Toren von Eisenach lag,
kurz nachdem er erfolgreich vom Kreuzzug
Seite an Seite mit dem Herzog von Cornflake
gegen die Ungläubigen zurückgekehrt,
zwar hatte man sich im vorderen Orient etwas verfahren
und vor allem in der Zeit geirrt,
denn die Kreuzzüge waren da schon einige Jahrhunderte lang
wegen Erfolglosigkeit und dem Fahrplanwechsel von
Papst Gregor eingestellt worden...
Papst Gregor...kennen Sie doch? Gregor, der große Gregor
ein Gysianer und nicht bekennender Notarianer - ach: egal
...als jedenfalls seine Sinnlosigkeit,
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
vor den Toren von Eisenach lag,
und die Eisenacher nicht mehr ein noch aus wussten,
(ja, ja, das gab es schon, bevor es dort das OPEL-Werk gab)
schickten sie in der bekannten Morgenstund
...na, die müssten Sie ja nun wirklich kennen: "Morgenstund"
benannt nach dem berühmten Piraten der Karibik
mit skandninavischer Mutter: Morgen Stund,
ein übel aussehender Bursche
mit Nasenring und Goldzahn,
daher kommt ja auch das Sprichwort:
"Morgen Stund hat Gold im Mund"...
...als jedenfalls die Eisenacher weder ein noch aus wussten,
schickten sie in der bekannten Morgenstund
dreißig ihrer besten Hutmacher vor die Tore der Stadt
die sollten den König besänftigen und huben an,
wie es bis heute in den Analen der Stadt überliefert,
sie huben an zu sprechen:
"Euer Liebden, wir haben einen Hut für Euch gemacht,
der Größte auf Erden, worunter Ihr Euch behütet zurückziehen könnt
wann immer es Euer Gnaden beliebt."
Da ließ seine Sinnlosigkeit,
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
allen Hutmacher mit dem Schwert den Kopf abschlagen,
auch denen, die sich unter dem größten Hut auf Erden verkrochen hatten.
Und so findet jedes Jahr das Fest von Frau Sunna in Eisenach statt,
kein festliches Weihespiel zu Ehren des Frühlings
sondern der verzweifelte Versuch den geschundenen Seelen
der dahingemetzelten Eisenacher Hutmacher
...deren Köpfe man noch immer im Innern des Hörselberges vermutet,
welcher ja in der Tat die Form eines großem Hutes hat...
diese geschundenen Seelen wieder ans Licht zu bringen.
Pech, Gottja, Geschichte.
Oder kennen sie die Überlieferung von den Jungfrauen aus Gera.
So berichtet man, dass zur Zeit, als der freie Reichsgraf Otto der Fromme,
welcher - und das wussten damals alle im Lande - mit seiner Keule eigenhändig
bei säumigen Steuerzahlern manches Gute bewirkt hatte,
also, wie gesagt: zu der Zeit, als Otto der Fromme vor Gera lag,
und die Geraer kein Auge mehr zu tuen konnten,
ganz so als wie es war, als man ihnen die Schlussrechnung der Bundesgartenschau präsentierte
(inzwischen liegt die Einwohnerzahl von Gera weit hinter der von Jena,
so groß war damals das Leid)
als nunmehr Otto der Fromme vor Gera lag,
und die Geraer kein Auge mehr zu tuen konnten,
schickten sie in der berühmten Morgenstund
zehn auserlesene Jungfrauen vor die Stadt,
unter ihnen sogar Freifrau Ines von Flechtingen,
und die sprach:
"Oh Herr! Wir bringen Euch unsere Körper,
die besten aus ganz Gera, und ihr und Eure Soldaten dürft damit machen,
was immer Euch damit beliebe."
Aber auch die Geschichte ging daneben,
denn Otto der Fromme soll der Legende nach seine Keule genommen haben
und hat alle Jungfrauen aus Gera eigenhändig erschlagen,
auch die, die sich in den Backöfen im Innern der Stadt versteckt hatten
und seither gibt es in ganz Gera keine einzige Jungfrau mehr...besagt die Legende.
Nicht, dass ich meine Hand dafür ins Feuer legen würde,
dass es dort je welche gegeben hat,
ist halt eine Überlieferung.
Aber die Legende von den Spinnern aus Erfurt, die kennen Sie doch auf jeden Fall.
Als Theodor der III. von Chalon ganz Niedersachsen ausgeplündert,
im Hessischen gebrandschatzt hatte und in Nürnberg
alle Einwohner ausgezogen bis aufs Hemd
urplötzlich vor Erfurt stand,
da befiel die Bürger von Erfurt der panische Schrecken
und sie kasteiten sich und ließen sich zur Ader und schickten
...genau...wieder in der bekannten Morgenstund
zwanzig stadtbekannte Faden- und Tuchspinner vor die Tore der Stadt
die sprachen im Chor:
"Oh seht, edler Herr, wir sind die Spinner aus Erfurt.
Und haben nicht mal einen Kittel am Leib, wie die Nürnberger."
Und bei diesem Anblick fiel Theodeor der III. von Chalon
tödich vom Pferd und als seine Reiter solches sahen
ließen sie die Standarten sinken und stoben auf und davon
wie die goldene Horde beim Anblick von Timur.
Die Spinner aus Erfurt gibt es deshalb auch heute noch zu sehen,
Erwachsene einen Euro, Kinder 60 Cent.
Thüringer Geschichte, wissenschaftlich betrachtet,
ist, wie sie gerade erlebt haben, oft einleuchtend,
erklärt sich meist von selbst
und ist immer ein schönen Erlebnis.
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
vor den Toren von Eisenach lag,
kurz nachdem er erfolgreich vom Kreuzzug
Seite an Seite mit dem Herzog von Cornflake
gegen die Ungläubigen zurückgekehrt,
zwar hatte man sich im vorderen Orient etwas verfahren
und vor allem in der Zeit geirrt,
denn die Kreuzzüge waren da schon einige Jahrhunderte lang
wegen Erfolglosigkeit und dem Fahrplanwechsel von
Papst Gregor eingestellt worden...
Papst Gregor...kennen Sie doch? Gregor, der große Gregor
ein Gysianer und nicht bekennender Notarianer - ach: egal
...als jedenfalls seine Sinnlosigkeit,
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
vor den Toren von Eisenach lag,
und die Eisenacher nicht mehr ein noch aus wussten,
(ja, ja, das gab es schon, bevor es dort das OPEL-Werk gab)
schickten sie in der bekannten Morgenstund
...na, die müssten Sie ja nun wirklich kennen: "Morgenstund"
benannt nach dem berühmten Piraten der Karibik
mit skandninavischer Mutter: Morgen Stund,
ein übel aussehender Bursche
mit Nasenring und Goldzahn,
daher kommt ja auch das Sprichwort:
"Morgen Stund hat Gold im Mund"...
...als jedenfalls die Eisenacher weder ein noch aus wussten,
schickten sie in der bekannten Morgenstund
dreißig ihrer besten Hutmacher vor die Tore der Stadt
die sollten den König besänftigen und huben an,
wie es bis heute in den Analen der Stadt überliefert,
sie huben an zu sprechen:
"Euer Liebden, wir haben einen Hut für Euch gemacht,
der Größte auf Erden, worunter Ihr Euch behütet zurückziehen könnt
wann immer es Euer Gnaden beliebt."
Da ließ seine Sinnlosigkeit,
König Johann von Hast-du-nicht-Gesehen,
allen Hutmacher mit dem Schwert den Kopf abschlagen,
auch denen, die sich unter dem größten Hut auf Erden verkrochen hatten.
Und so findet jedes Jahr das Fest von Frau Sunna in Eisenach statt,
kein festliches Weihespiel zu Ehren des Frühlings
sondern der verzweifelte Versuch den geschundenen Seelen
der dahingemetzelten Eisenacher Hutmacher
...deren Köpfe man noch immer im Innern des Hörselberges vermutet,
welcher ja in der Tat die Form eines großem Hutes hat...
diese geschundenen Seelen wieder ans Licht zu bringen.
Pech, Gottja, Geschichte.
Oder kennen sie die Überlieferung von den Jungfrauen aus Gera.
So berichtet man, dass zur Zeit, als der freie Reichsgraf Otto der Fromme,
welcher - und das wussten damals alle im Lande - mit seiner Keule eigenhändig
bei säumigen Steuerzahlern manches Gute bewirkt hatte,
also, wie gesagt: zu der Zeit, als Otto der Fromme vor Gera lag,
und die Geraer kein Auge mehr zu tuen konnten,
ganz so als wie es war, als man ihnen die Schlussrechnung der Bundesgartenschau präsentierte
(inzwischen liegt die Einwohnerzahl von Gera weit hinter der von Jena,
so groß war damals das Leid)
als nunmehr Otto der Fromme vor Gera lag,
und die Geraer kein Auge mehr zu tuen konnten,
schickten sie in der berühmten Morgenstund
zehn auserlesene Jungfrauen vor die Stadt,
unter ihnen sogar Freifrau Ines von Flechtingen,
und die sprach:
"Oh Herr! Wir bringen Euch unsere Körper,
die besten aus ganz Gera, und ihr und Eure Soldaten dürft damit machen,
was immer Euch damit beliebe."
Aber auch die Geschichte ging daneben,
denn Otto der Fromme soll der Legende nach seine Keule genommen haben
und hat alle Jungfrauen aus Gera eigenhändig erschlagen,
auch die, die sich in den Backöfen im Innern der Stadt versteckt hatten
und seither gibt es in ganz Gera keine einzige Jungfrau mehr...besagt die Legende.
Nicht, dass ich meine Hand dafür ins Feuer legen würde,
dass es dort je welche gegeben hat,
ist halt eine Überlieferung.
Aber die Legende von den Spinnern aus Erfurt, die kennen Sie doch auf jeden Fall.
Als Theodor der III. von Chalon ganz Niedersachsen ausgeplündert,
im Hessischen gebrandschatzt hatte und in Nürnberg
alle Einwohner ausgezogen bis aufs Hemd
urplötzlich vor Erfurt stand,
da befiel die Bürger von Erfurt der panische Schrecken
und sie kasteiten sich und ließen sich zur Ader und schickten
...genau...wieder in der bekannten Morgenstund
zwanzig stadtbekannte Faden- und Tuchspinner vor die Tore der Stadt
die sprachen im Chor:
"Oh seht, edler Herr, wir sind die Spinner aus Erfurt.
Und haben nicht mal einen Kittel am Leib, wie die Nürnberger."
Und bei diesem Anblick fiel Theodeor der III. von Chalon
tödich vom Pferd und als seine Reiter solches sahen
ließen sie die Standarten sinken und stoben auf und davon
wie die goldene Horde beim Anblick von Timur.
Die Spinner aus Erfurt gibt es deshalb auch heute noch zu sehen,
Erwachsene einen Euro, Kinder 60 Cent.
Thüringer Geschichte, wissenschaftlich betrachtet,
ist, wie sie gerade erlebt haben, oft einleuchtend,
erklärt sich meist von selbst
und ist immer ein schönen Erlebnis.
Dienstag, 12. April 2011
Mein Manifest
- Ich trete für Sie auf. Deshalb ist es manchmal notwendig, Ihre Sicht der Dinge wiederzugeben.
- Fordern Sie mich. Selbstzufriedenheit ist der Feind eines großen Werkes.
- Ich gebe Ihnen keine Antworten. Nichtsdetotrotz nehme ich Ihre Fragen ernst.
- Ich bin Ideenlieferant. Die besten Ergebnisse für sich erreichen Sie durch Reflektion dessen, was ich Ihnen erzählt habe.
- Sprechen Sie mich an. Wir alle leben vom Gespräch mit anderen Menschen.
- Vertrauen Sie mir. Sie sind bei mir, weil ich etwas mache, was Sie nicht können.
- Bezahlen Sie mich. Mein Auftritt bringt Ihnen Gewinn; mit mir investieren Sie in Ihre eigene Zukunft.
- Fordern Sie mich. Selbstzufriedenheit ist der Feind eines großen Werkes.
- Ich gebe Ihnen keine Antworten. Nichtsdetotrotz nehme ich Ihre Fragen ernst.
- Ich bin Ideenlieferant. Die besten Ergebnisse für sich erreichen Sie durch Reflektion dessen, was ich Ihnen erzählt habe.
- Sprechen Sie mich an. Wir alle leben vom Gespräch mit anderen Menschen.
- Vertrauen Sie mir. Sie sind bei mir, weil ich etwas mache, was Sie nicht können.
- Bezahlen Sie mich. Mein Auftritt bringt Ihnen Gewinn; mit mir investieren Sie in Ihre eigene Zukunft.
Freitag, 25. März 2011
Ideal und Wirklichkeit 2011
In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange das,
was du willst – und nachher kriegst dus nie ...
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
C'est la vie –!
Man möchte eine helle Pfeife kaufen
und kauft die dunkle – andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah ... beinah ...
Wir dachten bei der großen Wende
an eine neue Republik ... und nun ists eben die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
Sie sagten uns Atomkraft, das sei sicher
die Zukunftsenergie für unsre Welt.
Und wer dagegen sei, der hätte keine Ahnung,
und vor allem hätte er wohl zu viel Geld ...
Dann kam erst Tschernobyl und dann kam Fukushima,
und "Japan ändert die Physik".
Man möchte eben immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
Man möchte eben immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange das,
was du willst – und nachher kriegst dus nie ...
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
C'est la vie –!
Man möchte eine helle Pfeife kaufen
und kauft die dunkle – andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah ... beinah ...
Wir dachten bei der großen Wende
an eine neue Republik ... und nun ists eben die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
Sie sagten uns Atomkraft, das sei sicher
die Zukunftsenergie für unsre Welt.
Und wer dagegen sei, der hätte keine Ahnung,
und vor allem hätte er wohl zu viel Geld ...
Dann kam erst Tschernobyl und dann kam Fukushima,
und "Japan ändert die Physik".
Man möchte eben immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
Man möchte eben immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih –!
Dienstag, 22. Februar 2011
Selbsterklärung
Mit dieser Erklärung möchte ich Sie bitten, mir die verbale Verbreitung einiger meiner Textstellen zu verzeihen. In den letzten Minuten habe ich meine Texte nochmals gründlich überprüft. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass mir bei der Erarbeitung gravierende handwerkliche Fehler unterlaufen sind, die ordnungsgemäßem literarischen Arbeiten widersprechen. Die Arbeit besitzt nach meiner Überzeugung dennoch einen literarisch-kabarettistischen Wert.
Eine Ursache für mein Fehlverhalten ist darin zu sehen, dass ich über einen zu langen Zeitraum, über sieben Jahre hinweg mit zahlreichen Unterbrechungen hieran geschrieben und offensichtlich den Überblick über die Verwendung von Quellen teilweise verloren habe. Eine abschließende Stellungnahme kann ich im Moment leider noch nicht abgeben.
Aber festhalten will ich doch, dass ich zu keinem Zeitpunkt vorsätzlich oder absichtlich getäuscht habe.
Dieser Schritt ist für mich besonders schmerzhaft, aber er ist eine Konsequenz aus meinen Fehlern. Er ist auf der einen Seite notwendig, um bereits eingetretenen Schaden für meinen Ruf zu begrenzen. Zum anderen verlangt mein Selbstverständnis, das ich mich mit ungeteilter Aufmerksamkeit den großen Herausforderungen des Lebens annehme.
Aus den genannten Gründen bitte ich Sie, mir einige meiner Textstellen zu verzeihen und danke Ihnen sehr für Ihre Bemühungen.
Rainer Wolfgang Sauer.
Eine Ursache für mein Fehlverhalten ist darin zu sehen, dass ich über einen zu langen Zeitraum, über sieben Jahre hinweg mit zahlreichen Unterbrechungen hieran geschrieben und offensichtlich den Überblick über die Verwendung von Quellen teilweise verloren habe. Eine abschließende Stellungnahme kann ich im Moment leider noch nicht abgeben.
Aber festhalten will ich doch, dass ich zu keinem Zeitpunkt vorsätzlich oder absichtlich getäuscht habe.
Dieser Schritt ist für mich besonders schmerzhaft, aber er ist eine Konsequenz aus meinen Fehlern. Er ist auf der einen Seite notwendig, um bereits eingetretenen Schaden für meinen Ruf zu begrenzen. Zum anderen verlangt mein Selbstverständnis, das ich mich mit ungeteilter Aufmerksamkeit den großen Herausforderungen des Lebens annehme.
Aus den genannten Gründen bitte ich Sie, mir einige meiner Textstellen zu verzeihen und danke Ihnen sehr für Ihre Bemühungen.
Rainer Wolfgang Sauer.
Dienstag, 1. Februar 2011
Der Krieg ist vorbei (...wenn du es willst)
Johnny hatte schon recht. Gut: Yoko somit auch (selbst wenn ich ihren Namen immer noch gerne vorne mit 'J' und hinten mit 'e' schreibe). "War ist over...if you want it" propagierte er: Der Krieg ist aus, wann immer du es willst. Zum Beispiel der mit meinem Nachbarn - Namen spielen keine Rolle. Gut fünf Jahre haben wir uns bekämpft. Zuerst verbal, dann mit kleineren Schweinereien wie 'Zeitung ausleihen', 'Post-aus-dem-Briefkasten-fischen', einen alten Staublappen in den Auspuff stecken oder mit Anrufen, nachts um halb drei (wenn der eine abhob, legte der andere sofort auf).
Dann begaben wir uns in schwerere See, schwärzten uns gegenseitig bei den anderen Nachbarn an: "Also, der Herr Müller, der spitzt ja. Ob Heroin oder Insulin - wer kann das schon wissen. Jedenfalls schmeißt der seine ganzen verbrauchten Spritzen in den Müll. Neulich ist aus Versehen seine Mülltonne umgefallen und da lagen dann die ganzen Spritzen auf dem Gehweg. Also, das geht ja gar nicht. Ich finde, da muss man mal was unternehmen." Cut! "Na, ja, der Herr Krause, was soll ich sagen. Der schnüffelt ja in den Mülltonnen der gesamaten Nachbarschaft rum. Das müsste mal einer bei ihm machen, da würden Sachen rauskommen. Wissen Sie, dass der 'ne uneheliche Tochter haben soll. Seine Frau weiß ja mittlerweile davon und hat sich aus Rache 'nen Freund genommen. Hab'n Sie auch schon mal gesehen. Der geht ja im Haus ein und aus, wenn Krause unterwegs ist. So ein kleiner, extrem pigmentierter Kenianer. Aber bei dem muss ja nicht alles so klein sein, hö, hö, hö. Na, wenn's passt. Aber nichts dem Krause sagen. Der flippt sonst aus."
Ja, ja, wir gaben uns nichts. Das ging bis zum gegenseitigen Einbruch, obwohl, wenn die Terrassentür offensteht, das ist ja dann - rein rechtlch gesehen - kein Einbruch sondern nur Hausfriedensbruch. Wie auch immer. Der Kerl hatte doch bei mir eine kleine elektronische Wanze installiert und als ich das spitz bekam, habe ich vier Wochen auf eine günstige Gelegenheit gewartet und bin dann in sein Haus geschlichen, habe im Bad eine Schampoo-Flasche genommen, im Waschbecken ausgeschüttet und dann Enthaarungscreme eingefüllt. Ich konnte ja nicht wissen, dass es die Flasche von seinem Sohn ist. Ja, genau der, der jetzt eine Glatze hat. Sieht übrigens "cool" aus, meinte seine Frau zu meiner Frau. Die lassen sich nichts anmerken, machen auf coole Säue. Die Schweine.
Dann begaben wir uns in schwerere See, schwärzten uns gegenseitig bei den anderen Nachbarn an: "Also, der Herr Müller, der spitzt ja. Ob Heroin oder Insulin - wer kann das schon wissen. Jedenfalls schmeißt der seine ganzen verbrauchten Spritzen in den Müll. Neulich ist aus Versehen seine Mülltonne umgefallen und da lagen dann die ganzen Spritzen auf dem Gehweg. Also, das geht ja gar nicht. Ich finde, da muss man mal was unternehmen." Cut! "Na, ja, der Herr Krause, was soll ich sagen. Der schnüffelt ja in den Mülltonnen der gesamaten Nachbarschaft rum. Das müsste mal einer bei ihm machen, da würden Sachen rauskommen. Wissen Sie, dass der 'ne uneheliche Tochter haben soll. Seine Frau weiß ja mittlerweile davon und hat sich aus Rache 'nen Freund genommen. Hab'n Sie auch schon mal gesehen. Der geht ja im Haus ein und aus, wenn Krause unterwegs ist. So ein kleiner, extrem pigmentierter Kenianer. Aber bei dem muss ja nicht alles so klein sein, hö, hö, hö. Na, wenn's passt. Aber nichts dem Krause sagen. Der flippt sonst aus."
Ja, ja, wir gaben uns nichts. Das ging bis zum gegenseitigen Einbruch, obwohl, wenn die Terrassentür offensteht, das ist ja dann - rein rechtlch gesehen - kein Einbruch sondern nur Hausfriedensbruch. Wie auch immer. Der Kerl hatte doch bei mir eine kleine elektronische Wanze installiert und als ich das spitz bekam, habe ich vier Wochen auf eine günstige Gelegenheit gewartet und bin dann in sein Haus geschlichen, habe im Bad eine Schampoo-Flasche genommen, im Waschbecken ausgeschüttet und dann Enthaarungscreme eingefüllt. Ich konnte ja nicht wissen, dass es die Flasche von seinem Sohn ist. Ja, genau der, der jetzt eine Glatze hat. Sieht übrigens "cool" aus, meinte seine Frau zu meiner Frau. Die lassen sich nichts anmerken, machen auf coole Säue. Die Schweine.
Dienstag, 25. Januar 2011
Im Grunde fing ja alles damit an
Im Grunde fing ja alles damit an, dass Gott unzufrieden war mit und Menschen. Im Grunde find damit alles an, mit uns Menschen. Es sollen ja paradiesische Zustände gewesen sein, damals, obwohl: ich war ja nicht mit dabei. Es kann also auch gewesen sein wie im RTL Dschungelcamp. Wer kann das schon sagen? Wenn gleich die Bibel ja hin und wieder doch erstaunlich präzisen berichtet. Nehmen wir doch zum Beispiel mal das Universum. Seit tausenden von Jahren schon steht in der Bibel geschrieben:
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe. Und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht 'Tag' und die Finsternis 'Nacht'. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag."
Bis vor noch nicht einmal einhundert Jahren dauerte es, bis die Wissenschaft ein ähnliches Bild von der Entstehung des Universums als wahrscheinliche Option manifestíerte: den Urknall. Als Begründer der Theorie gilt der Theologe und Physiker Georges Lemaître, der 1931 für den Beginn des Universums den Begriff "Uratom" verwendete. Der Begriff Urknall wurde von einem seiner größten Kritiker, und zwar von Sir Fred Hoyle geprägt, der Lemaîtres Theorie auf diese Weise unglaubwürdig erscheinen lassen wollte. Der Urknall bezeichnet daher keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die zeitgleiche Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität. Oder wie die Bibel sagt: "Es werde Licht! Und es ward Licht."
Aber darumn geht es mir ja gar nicht. Ich sagte schon: Im Grunde fing mit uns Menschen alles an, als Gott unzufrieden mit uns war. und auch heute is das noch so. Alles läuft glatt, wenn wir funktionieren, brav sind, spuren. Aber, mit unserer Unzufriedenheit fängt aller Ärger aber auch die Weiterentwicklung an.
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe. Und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht 'Tag' und die Finsternis 'Nacht'. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag."
Bis vor noch nicht einmal einhundert Jahren dauerte es, bis die Wissenschaft ein ähnliches Bild von der Entstehung des Universums als wahrscheinliche Option manifestíerte: den Urknall. Als Begründer der Theorie gilt der Theologe und Physiker Georges Lemaître, der 1931 für den Beginn des Universums den Begriff "Uratom" verwendete. Der Begriff Urknall wurde von einem seiner größten Kritiker, und zwar von Sir Fred Hoyle geprägt, der Lemaîtres Theorie auf diese Weise unglaubwürdig erscheinen lassen wollte. Der Urknall bezeichnet daher keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die zeitgleiche Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität. Oder wie die Bibel sagt: "Es werde Licht! Und es ward Licht."
Aber darumn geht es mir ja gar nicht. Ich sagte schon: Im Grunde fing mit uns Menschen alles an, als Gott unzufrieden mit uns war. und auch heute is das noch so. Alles läuft glatt, wenn wir funktionieren, brav sind, spuren. Aber, mit unserer Unzufriedenheit fängt aller Ärger aber auch die Weiterentwicklung an.
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